Das Plattenepithelkarzinom der Haut (Spinozelluläres Karzinom, Spinaliom)

Die spinozellulären Karzinom sind weniger häufig als die Basalzellkarzinome. Es handelt sich oft um weniger differenzierte Tumoren, die sich relativ aggressiv verhalten. Spinozelluläre Karzinome sieht man häufig bei Patienten mit Immunsuppression (Patienten nach Organtransplantationen oder mit Erkrankungen, die eine starke immunsuppressive Therapie erfordern).

Wie beim Basalzellkarzinom kann man eine klassische Exzision oder die 3-Dimensionale kontrollierte Exzision (Mohs Chirurgie) vornehmen mit anschliessendem Primarverschluss, Defektrekonstruktion mit Nahlappenplastiken oder Hauttransplant.

Bei komplexen Fällen wird das therapeutische Vorgehen gemeinsam mit den Fachkollegen anderer chirurgisch tätiger Disziplinen (Plastische Chirurgie, Ophtalmologie, HNO) des Inselspitals festgelegt.

Wie beim Basalzellkarzinom gilt auch hier:

  • Die Diagnose sollte durch eine Biopsie mit nachfolgender Histologie gesichert sein.
  • Präoperative Besprechung der Befunde und des Vorgehens mit dem Dermatochirurgen
  • Die Prioritätenliste des chirurgischen Eingriffes ist:
    1. totale Exzision des Tumors
    2. Berücksichtigung der anatomischen Strukturen
    3. Gesamtaussehen der Haut

Die nachfolgenden regelmässigen Kontrollen werden in unserer Spezialsprechstunde Hauttumoren oder beim Hautarzt am Heimatort vorgenommen.