Vulvaerkrankungen: interdisziplinäres Management in Diagnostik und Therapie

Die Erkrankungen des äusseren weiblichen Genitales umfassen ein breites Spektrum. Jedoch werden sie oft versteckt, ertragen, nicht erkannt oder falsch zugeordnet. Die Komplexität der Vulvaerkrankungen erfordert ein interdisziplinäres Management. Das Ziel der Vulva-Sprechstunde ist eine umgehende gezielte Diagnostik und Therapie von Erkrankungen im Genitalbereich durch ein erfahrenes interdisziplinäres Team von Gynäkologen und Dermatologen. Die Zuweisung erfolgt durch Dermatologen, Gynäkologen oder Pädiater.

Welche Erkrankungen

  • Entzündliche Erkrankungen (z.B. Lichen planus, Vulvitis plasmacellularis)
  • Sklerosierende Erkrankungen (z.B. Lichen sclerosus)
  • Vulvabefall im Rahmen von Hauterkrankungen z.B. (Psoriasis, Ekzeme), genetischen Erkrankungen
  • Infektiöse Vulvaerkrankungen (z.B. Herpes genitalis, Condylome)
  • Dysplasien, Tumoren (z.B. Karzinome)

Welche Diagnostik

  • Ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und klinische Untersuchung (besonders Haut)
  • Gezielte gynäkologische Untersuchung von Vulva, Vagina, Muttermund (visuell, mit Spekulum)
  • Gewebeproben (Biopsien) mit Histologie, Zytologie, Abstriche und mikrobiologische Untersuchungen

Welche Behandlungen

  • Lokaltherapie, Systemtherapie, Hautpflege- und Hautschutz, antimikrobielle Therapie
  • Zuweisung zur operativen Therapie, Lasertherapie (wenn erforderlich), Nachbetreuung
  • Zuweisung zur Sexual-Sprechstunde