Beurteilung, Beratung und Behandlung von vernarbenden und nicht vernarbenden Haarerkrankungen

Der Haarausfall, der übersteigerte Verlust von Haaren, stellt das gemeinsame Symptom verschiedener komplexer Erkrankungen dar. Wird der Haarverlust sichtbar, spricht man von einer Alopezie. Nach Untersuchung der Kopfhaut können Erkrankungen der Haarwurzel ohne Narbenbildung (wie z.B. beim erblich bedingten Haarausfall) von solchen, die die Haarwurzel zerstören, unterschieden werden.

Welche Erkrankungen

In unserer spezialisierten Sprechstunde können wir Sie zu sämtlichen zum Haarausfall führenden Krankheiten beraten:

  • Erblicher oder anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) bei Frau und Mann (Glatze)
  • Gleichmässiger (diffuser) Haarausfall (z.B. bei Nährstoff- oder Vitaminmangel, nach Geburten, bei schweren Erkrankungen, Schilddrüsenerkrankungnen, medikamentös bedingt)
  • Kahle Stellen bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata)
  • Haarausfall der zu einer Narbe führt (vernarbende Alopezie)
  • Erkrankungen des Haarschaftes (dünner werdendes Haar, brüchiges Haar)
  • Haarerkrankungen bei Kindern, genetische Erkrankungen mit Haarverlust
  • Erkrankungen der Kopfhaut (z.B. juckende Kopfhaut oder Schuppenbildung)

An unserer Klinik wird die Haarsprechstunde seit Jahren schwerpunktmässig durchgeführt, einschliesslich Lehrveranstaltungen und Publikationen, was unsere Erfahrung begründet.

Welche Diagnostik

Wir bieten Ihnen Untersuchungen, Diagnostik und Behandlung an. Nach gezielter Erhebung der Krankengeschichte und fachärztlicher Untersuchung können wir ergänzend folgende Methoden anwenden:

  • Kopfhaut- und Haarschaftuntersuchung mittels Auflichmikroskop (Trichoskopie)
  • Haarwurzeluntersuchung mittels Trichogramm
  • Haarstrukturuntersuchung mittels polarisiertem Licht
  • TrichoScan zu Studienzwecken
  • Hautprobe (Kopfhautbiopsie) zur mikroskopischen Untersuchung (konventionelle Histologie) und Immunofluoreszenz-Untersuchung
  • Mikrobiologische Untersuchungen (z.B. bei Kopfpilz) und Blutentnahme (z.B. zur Analyse von Nährstoffmangeln oder Hormonstörungen)

Welche Behandlungen

Nach Diagnosestellung führen wir eine individuelle Beratung zur optimalen Behandlung durch. Diese umfasst:

  • Äusserliche (lokale) Behandlungen (Shampoos, Lösungen und Crèmes)
  • Innere Behandlungen mit Tabletten (z.B. Finasterid) oder Spritzen
  • Ersatz von Mineralstoffen oder Spurenelementen (wie Eisen, Zink, Biotin)
  • Immuntherapie (DPCP)
  • Bestrahlungstherapie mit Excimer-Laser und Stosswellentherapie
  • PRP-Behandlung (plättchenreiches Plasma, «Vampir»-Therapie)
  • Konsiliarische Beurteilungen, Zweitmeinung sowie Gutachten (IV, SUVA)
  • Standardisierte Fotoaufnahmen zur Verlaufsbeurteilung